Die WM steht nun unmittelbar vor der Tür. Bundesweit werden Tipprunden eröffnet, außerdem freuen sich die Buchmacher auf Rekordumsätze. Die Erfolgschancen von Deutschland und Spanien waren sogar Teil einer wissenschaftlichen Untersuchung, auch wenn Fußball laut K.-H. Rummenigge „keine Mathematik“ ist.

Wieder keine Chance für Deutschland?

Laut einer Studienvorhersage wird Deutschland auch 2014 gegen Spanien verlieren. Zu diesem Schluss kam die Uni Göttingen, die gleichzeitig davon ausgeht, dass Spanien im Halbfinale Argentinien besiegt und das DFB-Team die brasilianischen Gastgeber. Käme es zu diesem Finale, der Neuauflage des 2008er-EM-Finales, wäre ungeachtet des Ausgangs für ein Novum gesorgt, denn zum ersten Mal würde eine europäische Mannschaft eine WM in Südamerika gewinnen. Optimisten dürfen auf dieses Ergebnis hier online wetten, sowohl Spanien als auch Deutschland werden gute Chancen auf den Turniersieg eingeräumt.

Gruppenphase vermutlich kein Stolperstein

Deutschland könnte dabei die Gruppenauslosung zugutekommen. Kracher wie Brasilien, Italien oder Spanien können frühestens ab dem Halbfinale auf die Deutschen treffen, im Viertelfinale wären Argentinien oder Frankreich möglich – auch keine Laufkundschaft, aber für Deutschland wahrscheinlich immer noch angenehmer zu spielen als gegen die alten Angstgegner. Laut Buchmacherquote wird Deutschland übrigens leichtes Spiel in der Vorrunde haben. Einzig Portugal ist mit einer Quote von 3,65 kein allzu krasser Außenseiter, Ghana mit 8,30 sowie die USA mit 7,50 scheinen dagegen nur Sparringspartner zu sein.

Die üblichen Favoriten auch bei den Quoten

Generell sind die Rollen laut Wettquoten in der Vorrunde klar verteilt. Am deutlichsten stechen Partien wie Argentinien – Iran hervor, auf einen Sieg der Iraner gäbe es den 15,5-fachen Einsatz heraus. Kroatien und Mexiko wird gegen Brasilien ebenfalls eine Quote jenseits der 10 eingeräumt, Costa Ricas Chancen gegen Italien oder Honduras gegen Frankreich bleiben nur knapp unter dem zweistelligen Bereich. Überraschend ist das nicht. Durch das große Teilnehmerfeld ist die Leistungsdichte in der Vorrunde einer WM deutlich geringer als bei einer EM, wo es viel häufiger zu Todesgruppen kommt. Als solche darf man 2014 in Brasilien höchstens die Gruppe B bezeichnen: Spanien und Niederlande sorgen für die Wiederholung des 2010er WM-Finales, dazu kommt noch der Geheimtipp Chile. Australien fällt eindeutig die Rolle des Underdogs zu, der unter normalen Umständen mit 0 Punkten ausscheidet. Allerdings: Was sind schon normale Umstände im Fußball?

Welche Rolle spielen südamerikanische Teams?

Apropos Geheimtipp: Da die WM in Südamerika stattfindet, scheint es im Trend zu sein, sämtliche südamerikanische Teams als Geheimtipp zu sehen. Neben den klaren Mitfavoriten Brasilien und Argentinien gilt das vor allem für Uruguay (immerhin WM-Vierter 2010), Chile und Kolumbien. Die Kolumbianer müssen allerdings den Ausfall ihres Top-Torjägers Radamel Falcao hinnehmen – ein Verlust, der kaum adäquat zu ersetzen ist.