Die deutsche Nationalmannschaft hat mit 6 Toren in einem Spiel vorgelegt, es folgte der erste Bundesliga-Spieltag mit 37 Toren in neun Spielen. Woran liegt die es, dass die Keeper immer öfter hinter sich greifen müssen?

Momentan liegt der Torschnitt in dieser Saison bei 3,5 Toren pro Spiel - ein Spitzenwert. Der langjährige Durchschnitt in der Bundesliga beträgt 3,07 Tore pro Spiel. 

Für Trainer und Spieler ist es natürlich ein Alptraum, den Kasten hintern vollzubekommen. Trotzdem setzen sie auf  schnelles Umschalten mit Druck nach vorne. Dass ist ein Grund, der torreiche Konter unterstützt. Jürgen Kohler argumentiert in der Bild-Zeitung folgendermaßen: Die Sechser im Mittelfeld haben vorrangig den Drang nach vorne im Kopf. Das sofortige Umschalten auf Defensive und der dafür notwendige bedinggungslose Einsatz bleibe dann öfters aus. Kohler mahnt: Spiele gewinnt man in der Abwehr - für Tuniere gilt das ohnehin. 

Mir scheint die Berichterstattung der Spiele nicht ganz unbeteiligt am Torregen: Wenn immer nur von Toren berichtet wird und wer diese geschossen hat - wer will es den Spielern da verübeln, wenn sie vor allem die eigenen Treffer im Sinn haben?